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Was ist ein Diamantwerkzeug.
Diamantwerkzeuge bestehen aus einem hochwertigen, gehärteten, geschliffenen Stahl-Trägerelementen wie Scheiben
Töpfe und Rohren, welche mit den Segmenten auf unterschiedliche Art verbunden sind.
Die Art der Bindung bestimmt unter anderem ob mit dem Werkzeug nass oder nass und
trocken ggearbeitet werden muß. Gelötete Segmente können nur nass eingesetzt
werden, sind aber unempfindlicher gegen schlagartige Belastung. Gesinterte
Segmente (Aufpressen der Segmente unter hohem Druck und Temperatur) erfreuen
sich durch neuartigen Sintersysteme immer höherer Beliebtheit und kommen bereits
in die Hitzebeständigkeitsklasse gelaserter Segmente. Gelaserte und doppelt
gelaserte Segmente sind thermisch am meisten belastbar, haben aber den Nachteil
das ein geringfügiger Teil der Segmenthöhe durch Verbrennen der Diamanten
verloren geht. Gesinterte und gelaserte Segmente können in der Regel sowohl nass
als auch trocken eingesetzt werden.
Der wichtigste Faktor für die jeweilige Anwendung sind natürlich die
Diamantsegmente. Diese werden aus Metallpulver und Diamantkristallen unter hohem
Druck, zu verschiedensten Segmentformen zusammen gepresst.
Wie schneidet ein Diamantsegment
Der Begriff schneiden ist eigentlich falsch gewählt. Vielmehr
müsste es Fräsen oder Schleifen heißen, denn die Diamantkristalle schlagen oder mahlen das
Material ab. Wichtig ist hierbei, dass die Bindung der Diamantkristalle mit dem
Trägermittel (Matrix) auf das zu bearbeitende Material abgestimmt ist. Bei
optimal ausgewählten Diamantsegmenten wird die Matrix gerade so abgenutzt, dass
immer genügend Diamantkristalle frei geschliffen werden, welche dann am
Schneidvorgang teilnehmen können. Vorzeitiges Herausbrechen von
Diamantkristallen führt zu hohem Verschleiß.
Beim Bearbeiten von abrasiven Materialien (Estrich, Frischbeton, Asphalt) werden
größere Stücke als zum Beispiel beim Beton herausgerissen, welche die Segmente
förmlich "Sandstrahlen". Die Bindung muss hier hart und homogen sein, da
ansonsten das Bindemittel zu schnell abgetragen wird. Segmente für harte und
dichte Materialien erfordern eine weichere Bindung für optimalen Freischliff der
Kristalle.
Daraus folgt: Ich kann ein Betonblatt zum Beispiel zum Scheiden von Estrich
nutzen, muss aber die erhöhte Abnutzung in Kauf nehmen. Umgedreht werden
Diamantsegmente für abrasive Materialien beim Bearbeiten von Beton. "Stumpf". Es
werden nicht genügend Diamantkristalle freigelegt. Es entstehen die so genannten
"Bremsen". Durch Schärfen (Schneiden z.B. von Estrich) wird das Blatt
wieder schnittig.
Auswahl der Qualitäten
Es ist nicht möglich vom optischen Erscheinungsbild auf die Qualität schließen.
So kann beispielsweise ein kleineres Segment weitaus längere Standzeiten haben
als ein Größeres. Entscheidend für die Preisfindung bei Diamantwerkzeugen
ist das Verhältnis Bindemittel zum Diamantanteil, die Größe und die Form der
Diamantkristalle (Industriediamanten-regelmäßig , Naturdiamanten-unregelmäßig)
und die Segmentform und Segmenthöhe an sich.
Je geringer jedoch die Qualität um so eingeschränkter die Anwendung. Unter
Umständen kann aber ein preisgünstigeres Werkzeug genau über jene Eigenschaften
(Matrixbindung, Kristallform) verfügen, die das zu bearbeitende Material gerade
erfordert, um gute Ergebnisse zu erzielen - Bitte lassen Sie sich beraten.
In der Zusammenfassung von Preis, Schnittigkeit, Standzeit und Arbeitszeit sind
jedoch qualitativ hochwertige Werkzeuge immer die Günstigeren.
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